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02/03/2020

Was die Mosolf-Gruppe am Standort Wilhelmshaven plant

MITTAGSRUNDE - Klimaschutz bewegt die Automobillogistik – Dieselmotoren sollen sauberer werden Allein 2020 will das Unternehmen 2,5 Millionen Euro in die Jadestadt investieren. Ein Thema, das die Automobillogistiker beschäftigt, ist der Klimaschutz.

WILHELMSHAVEN. (ga) Der Kauf einer Werkhalle im Güterverkehrszentrum am JadeWeserPort steht unmittelbar vor dem Abschluss. Gespräche über die Nutzung von Kaianlagen im Inneren Hafen für den Export von 50 000 bis 60 000 Autos im Jahr laufen ebenso wie die Kooperation mit der Jade Hochschule bei der Suche nach klimafreundlichen Antrieben. „Wir machen das, was wir ankündigen“, versichert Dr. Jörg Mosolf, Vorstandsvorsitzender der Mosolf-Gruppe (Baden-Württemberg), dem führenden Autologistik-Unternehmen in Deutschland.

Für dieses Jahr habe der Vorstand Investitionen in Höhe von 2,5 Millionen Euro für Wilhelmshaven abgesegnet. „Und was im nächsten Jahr passiert, sehen wir nächstes Jahr“, so Mosolf.

Mosolf stellte vor der von Claus Baak organisierten Unternehmer-Mittagsrunde im „Hotel am Stadtpark“ sein Unternehmen und seine Pläne für den Standort Wilhelmshaven vor. Wie die WZ bereits berichtete, möchte die Mosolf-Gruppe über Wilhelmshaven Autos ein- und ausführen. Den Auftakt soll der Export von Gebrauchtwagen nach Nordafrika machen. Kurzfristig könnte der Autoumschlag im Inneren Hafen erfolgen. Dadurch würden im ersten Schritt 50 Arbeitsplätze entstehen. Mittelfristig strebt das Logistikunternehmen den Bau einer RoRo-Autoverladeanlage am JadeWeserPort oder auch an der Niedersachsenbrücke an.

Erstes wirtschaftliches Standbein der Gruppe in Wilhelmshaven ist ein „Tropos“-Stützpunkt. Mosolf hat die Produktions- und Vertriebsrechte für den in den USA entwickelten, elektrisch angetriebenen Klein-Lastwagen außerhalb der Vereinigten Staaten. In Deutschland sollen in diesem Jahr 2000 Wagen gebaut werden. Von Wilhelmshaven aus wird der norddeutsche und skandinavische Markt bearbeitet.

Ein weiteres Thema, das dem Klimaschutz zugute kommen könnte: Dynacert. Mosolf ist Vertriebspartner des kanadischen Unternehmens, das ein Verfahren entwickelt hat, schädliche Abgase von Dieselmotoren vom Stickoxid über den Feinstaub bis zur CO2 -Emission deutlich zu verringern. Technisch wird das durch die Zugabe von Wasserstoff und Sauerstoff in die Luftzufuhr des Verbrennungsmotors erreicht.

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung
Bild: Gabriel Jürgens