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04/16/2020

MOSOLF unterstützt Brancheninitiative #LogistikHilft

Mit der Corona-Pandemie verändern sich die Anforderungen an die Logistik und insbesondere an die Sicherheit der Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer. Dazu wurden nun erste Sanitärcontainer zusammen mit Andreas Scheuer und Steffen Bilger installiert.

#Logistikhilft ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Logistics Alliance Germany (LAG), des Fraunhofer IML und des gemeinnützigen Vereins DocStop / SaniStop. Schirmherren der Initiative sind Bundesminister Andreas Scheuer und der Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik, Parlamentarischer Staatssekretär Steffen Bilger. Ziel der Initiative ist es, alle in Transport und Logistik operativ Tätigen zu unterstützen und damit die Versorgung von Gesellschaft und Wirtschaft sicherzustellen. Dies gilt vor allem mit Blick auf faire und angemessene Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Unsere Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer machen tagtäglich einen ultraharten Job: Trotz Corona-Krise sind sie unermüdlich im Land unterwegs, um den Waren- und Güterverkehr am Laufen zu halten. Umso wichtiger ist, dass sie selbst gut versorgt werden – mit Essen, Toiletten und Duschen. Das aber ist nicht überall der Fall: An einigen Rampen werden sie nicht mit dem Respekt behandelt, den sie verdienen. Sie dürfen nicht aussteigen, nicht Händewaschen. Das kann ich nicht akzeptieren. Mit der Initiative #LogistikHilft wollen wir ab sofort Defizite aufdecken und unbürokratisch beheben. Hier geht es um Solidarität. Ich will die Unternehmen, die Hilfe brauchen, mit jenen zusammenbringen, bei denen durch die Corona-Krise Stillstand herrscht. Firmen, die in normalen Zeiten Volksfeste, Messen, Konzerte oder Baustellen mit Sanitäranlagen versorgen, könnten ihre Container nun da aufstellen, wo es hapert. Davon profitieren beide Seiten. Ich appelliere daher an alle Unternehmen: Engagieren Sie sich! Wir als Bund flankieren die Aktion, indem wir auf den besonders stark genutzten, unbewirtschafteten Rastplätzen zusätzlich zu den vorhandenen Toiletten Duschcontainer aufstellen lassen. Den ersten schon heute."

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur und Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik ergänzt: „Gemeinsam mit dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und DocStop wollen wir als Startprojekt von #LogistikHilft die Anschaffung und Aufstellung von Dusch- und WC-Containern für die Fahrer organisieren. Wir hoffen hier auf maximale Unterstützung aller Akteure der Logistikbranche wie auch der Anbieter und Nachfrager von Logistikdienstleistungen. Außerdem kann ich nur alle Lkw-Fahrer ermuntern, den Verbänden und auch uns weiter alle Missstände bei den hygienischen Bedingungen zu melden. Sie tun das nicht umsonst! Wir kümmern uns gemeinsam darum, dass sich die Situation spürbar und nachhaltig verbessert.“

Welchen Auftrag hat #Logistikhilft konkret?

#Logistikhilft soll eine offene Plattform für alle Anbieter und Nachfrager von Transport- und Logistik-dienstleistungen sein, die einerseits bereits existierende Hilfsaktionen fördert und andererseits neue Aktionen ins Leben ruft. Ausgangspunkt der Brancheninitiative sind die gewaltigen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Gerade jetzt sind viele Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer in besonderem Maße auf einen lückenlosen Zugang zu sanitären Anlagen (Duschen und WCs) angewiesen. Dies gilt insbesondere an den Be- und Entladestellen, in Umschlaganlagen und Logistikzentren, an Parkplätzen, Autohöfen sowie Tank- und Rastanlagen. Um dies auch abseits der Bundesautobahnen flächendeckend zu ermöglichen und dem Lkw-Fahrpersonal damit angemessene Arbeitsbedingungen garantieren zu können, widmet sich #Logistikhilft in einem ersten Projekt dieser Herausforderung. Darüber hinaus besteht das gemeinsame Grundverständnis darüber, dass #Logistikhilft keine einmalige Aktion darstellt, sondern auch zukünftig denjenigen Unterstützung bieten soll, die sie benötigen.

Die Initiatoren von #Logistikhilft rufen daher alle Akteure aus Handel, Industrie, Straßengüter-verkehrswirtschaft, Speditionen, Reedereien, Luftfracht-Carrier, Eisenbahnverkehrsunternehmen, See- und Binnenhäfen, KV-Umschlaganlagen, KEP-Dienstleister, Parkplatzbetreiber, Rast- und Autohofbetreiber, Tankstellenbetreiber sowie alle interessierten Unternehmen und auch Verbände dazu auf, sich zu beteiligen, um die reibungslose Funktionsfähigkeit der gesamten Logistik und der Lieferketten zu unterstützen.

 

Konzept

Nutzung bestehender Ressourcen

Um die Leistungsfähigkeit der Logistikwirtschaft zu garantieren und dem Prädikat „Logistics made in Germany" gerecht zu werden, sollte zunächst an allen Be- und Entladestellen der Zugang zu sanitären Einrichtungen für Lkw-Fahrpersonal gewährleistet sein. Hier ist jeder Logistikstandort in der Bringschuld, um be- oder entladenden Lkw-Fahrern ein angemessenes Arbeitsumfeld zu ermöglichen. Darüber hinaus sind alle anderen Akteure aufgerufen, Lkw-Fahrerpersonal nach Möglichkeit einen freien Zugang zu ihren vorhandenen Duschen und WCs zu gewähren. Auf diese Weise können die bereits bestehenden (sanitären) Ressourcen ausgeschöpft und die Situation für das Fahrpersonal bereits deutlich verbessert werden. Hier regt die Initiative an, sich an der Aktion SaniStop – die Hygiene-Aktion von DocStop (https://www.docstop.eu/index.php?id=sanistop) – zu beteiligen und dort listen zu lassen.

Beschaffung und Aufstellen von Dusch- und WC-Containern

Um an den Stellen, an denen ein Zugang zu sanitären Einrichtungen für Lkw-Fahrpersonal nicht ermöglicht werden kann, einen solchen gleichwohl zu gewährleisten, organisiert die Brancheninitiative ergänzend die Beschaffung und Aufstellung von Dusch- und WC-Containern. Die Abwicklung erfolgt über den Verein DocStop / SaniStop und den BGL.

Finanzierung

Zur Finanzierung haben sich Vertreter aus der Transportwirtschaft, Industrie und Handel bereiterklärt, die Brancheninitiative zu unterstützen. All jene, die sich der Aktion anschließen möchten, sind herzlich aufgerufen, sich einzubringen – ideell, mit Sach- oder Geldzuwendungen. Ein Kuratorium entscheidet über die Verwendung der Mittel und überwacht deren Bestimmungsmäßigkeit. Es tagt unter dem Vorsitz des Koordinators der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik, des Parlamentarischen Staatssekretärs Steffen Bilger, und setzt sich zusammen aus Vertretern des BGL und der Erstunterstützer.

Hilfskonto:

Kreissparkasse Steinfurt
IBAN:  DE80 4035 1060 0073 1743 44
Kontoinhaber: DocStop e.V.
Betreff: Logistikhilft
Anfragen an: Logistikhilft@bgl-ev.de

 

Weitere Maßnahmen

Folgende weitere, nicht abschließend zu verstehende Maßnahmen werden von #Logistikhilft zur Umsetzung des Auftrages der Initiative ins Auge gefasst:

  • Beschaffung und Bereitstellung von Atemschutzmasken, Wasch-, Dusch- und Desinfektionsmitteln
  • Versorgung von Fahrpersonal (z.B. Hilfs- / Verpflegungspakete in Stau-Situationen)
  • Vermittlung von Gutscheinen für die Fahrt zum/vom Arbeitsplatz sowie zu nächstgelegenen Sanitäranlagen für Lkw-Fahrpersonal über Taxi- und / oder Mietwagengesellschaften